Projekt-ID: 76

Haus der Menschenrechte - Eine Investition in die Zukunft

Projekteinreicher*in: Sarah Kotopulos
eingereicht am: 05.09.2018
Budget: € 153.000,-
Finanzierungsfrist: 31.12.2018
Finanzierungsschwelle: € 30.000
Projektart: Nachrangdarlehen
Min. Investment: € 1.000
Land/Bundesland: Österreich/Oberösterreich
Max. Investment: € 5.000
Themenkreis: Sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen
Warnung: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit Risiken verbunden und kann zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemein

Projektadresse

Rudolfstraße 64
4040 Linz

SOS-Menschenrechte Österreich
  • Start Projektumsetzung: 01.01.2018
  • Ende Projektumsetzung: 31.12.2018

Projektbeschreibung kurz

Es geht um ein Haus. Aber eigentlich geht es um Menschen. 

Seit 25 Jahren ist das Haus in Urfahr, Linz, ein Zufluchtsort für Asylwerber*innen und Flüchtlinge. Hier finden viele, die sich verloren glaubten, ein Dach über dem Kopf. Ein Leben in Würde. Hoffnung. Sicherheit. Geführt wird das Wohnheim von dem gemeinnützigen Verein SOS-Menschenrechte (www.sos.at). Das Haus ist ein Zentrum für Menschlichkeit. Und ein Zentrum für Menschenrechte in Oberösterreich. Der schlechte bauliche Zustand macht eine sofortige Sanierung notwendig. Die öffentliche Hand trägt bisher zur Rettung dieses Hauses leider nur wenig bei – auch die Wohnbauförderung wurde abgelehnt. Aus eigener Kraft ist es dem Verein nicht möglich, die Bauarbeiten finanziell zu stemmen, denn die Sanierungskosten betragen insgesamt 1,8 Millionen Euro. Deshalb benötigen wir Ihre Unterstützung! Schenken Sie uns Ihr Vertrauen und dem Haus der Menschenrechte eine Zukunft! Werden Sie Darlehensgeber*in!

Videos zum Projekt:


Nachweis Projektabschluss

Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den von Crowdfunding für Gemeinwohl erhaltenen Mitteln bezahlt wurden, sowie Gesamtabrechnung, Fotodokumentation und Online-Abschlussbericht.

Details

Warum SOS-Menschenrechte?

ALLE MENSCHEN SIND FREI UND GLEICH AN WÜRDE UND RECHTE GEBOREN
(Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

DARUM! 

Die Menschenrechte sind in Gefahr. Weltweit, in den Kriegs- und Armutsgebieten dieser Erde, aber auch hierzulande, in einem der reichsten Staaten der Welt. Auch in Österreich gibt es Menschen, die durch die unzureichende Sicherung ihrer Rechte benachteiligt oder in Not sind. Ihnen wollen wir konkret helfen. Und damit unsere Gesellschaft als Ganzes ein wenig besser und lebenswerter machen. Denn eines ist klar: Die Ressourcen werden scheinbar kleiner, die Zeiten rauer, die Verteilungskämpfe lauter. Heute sind es Flüchtlinge, Asylwerber*innen, die um eine menschenwürdige Existenz ringen. Es sind aber auch andere sozial Schwache gefährdet: Menschen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Bildung, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder Krankheit in ihren Rechten und damit in ihren Chancen eingeschränkt werden. Dagegen setzen wir uns mit gelebter Menschlichkeit und positiver Kraft ein!

Der Verein – Gemeinnützig. Überparteilich. Konfessionell ungebunden. Nicht gewinnorientiert.

SOS-Menschenrechte wurde im Jahr 1993 als Verein (bis 1996 als SOS-Mitmensch) gegründet – nur wenige Wochen nach dem „Lichtermeer gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus“, zu dem sich 10.000 Menschen am Linzer Hauptplatz versammelten. Das Engagement des Vereins für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik und für die Wahrung der Menschenrechte war die klare Antwort auf das damalige menschenverachtende „Ausländer-Volksbegehren“. Seit damals arbeiten wir als Menschenrechtsorganisation für eine offene Gesellschaft, die geprägt ist von Demokratie, Pluralität und Toleranz. Alle unsere Projekte haben eines gemeinsam: Es geht darum, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen. SOS-Menschenrechte nimmt hier eine wichtige Brückenfunktion in unserer Gesellschaft ein, über Kulturen, Konfessionen und Weltbilder hinweg.

1. Betreuung

Wir betreuen und begleiten Flüchtlinge und Asylsuchende in unserem Flüchtlingswohnheim in Linz. Diese Arbeit ist eine wichtige Basis von SOS-Menschenrechte. Hier können wir jenen Menschen konkrete Hilfe leisten, die besonders augenscheinlich in ihren Menschenrechten verletzt wurden und werden.

Jugend-WG „Ohana“ für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Neben der Betreuung der erwachsenen Asylwerber*innen im Haus, finden in der WG „Ohana“ auch minderjährige Jugendliche, die ohne Familie aus den Krisenregionen dieser Welt flüchten, einen sicheren Ort. Ganz auf sich alleine gestellt, müssen die Jugendlichen nicht nur die Strapazen und Gefahren der Flucht auf sich nehmen, sondern auch die Schwierigkeiten, die das Asylverfahren in Österreich mit sich bringt, bewältigen. Das Warten und die Ungewissheit machen ihnen zu schaffen und gleichzeitig sollen sie sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden. In der WG "Ohana" soll ihnen für diese schwierige Zeit Sicherheit, Geborgenheit und Unterstützung gegeben werden. In der Wohngemeinschaft leben Mädchen und Burschen im Alter von 14 – 18 Jahren, die durch ein multiprofessionelles Team intensiv betreut werden. Diese WG ist die einzige in Oberösterreich, die minderjährigen Mädchen ein sicheres Zuhause gibt. 

2. Freiwilligenarbeit

Wir unterstützen und fördern das freiwillige Engagement im Flüchtlingsbereich. Denn gemeinsam kann man mehr bewegen! Wichtig ist uns alle Freiwilligen durch eine persönliche Betreuung professionell zu begleiten.

3. Bildung & Bewusstseinsarbeit

Wir schulen und sensibilisieren junge und erwachsene Menschen rund um die Themen „Menschenrechte“, „Demokratie“ und „Zivilcourage“. Bildung ist das Fundament, damit ein gutes Miteinander von Menschen gelingen kann. Dabei setzen wir auch wichtige interkulturelle Impulse. 
Wir rücken das Thema Menschenrechte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Es ist unser Recht und unsere Pflicht, uns am gesellschaftlichen und politischen Diskurs zu beteiligen und konsequent für ein Miteinander ohne Fremdenfeindlichkeit und ohne Rassismus einzutreten.

Wer steht hinter dem Verein?

SOS-Menschenrechte ist ein Verein, der von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet wird. Der Obmann Gunther Trübswasser und die Geschäftsführerin Sarah Kotopulos führen den Verein mit viel Herz, Hirn und Verstand. Unser Sitz ist in Linz, unser Wirkungsbereich ganz Österreich. Rund 30 Mitarbeiter*innen und zwei Zivildiener arbeiten bei uns Hand in Hand mit vielen Freiwilligen. Gemeinsam mit unseren rund 1.500 Mitgliedern und Unterstützer*innen setzen wir uns mit Professionalität und Engagement für Menschen ein die unfassbare Schicksale, Gewalt und Vertreibung erlebt haben. Unsere prominenten Botschafter*innen unterstützen unsere Arbeit und erheben immer wieder ihre Stimme für die Einhaltung der Menschenrechte: Gerhard Haderer, Thomas Baum, Dennis Russel Davies und Maki Namekava.

DAS PROJEKT

Haus der Menschenrechte - Eine Investition in die Zukunft.

„Du kannst nicht alle Not der Welt lindern, aber du kannst einem Menschen Hoffnung geben. (Albert Schweitzer) – Genau aus diesem Grund habe ich ein Darlehen an SOS-Menschenrechte gegeben, denn es kommt punktgenau und verlässlich da an, wo es am dringendsten benötigt wird.“
Margit W., Bad Schallerbach, ist eine jener 43 Personen, die uns bereits mit einem nachrangigen Darlehen unterstützen.

Das Haus in der Rudolfstraße bietet rund 70 geflüchteten Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf. Für die Zukunft von SOS-Menschenrechte muss dieses Haus dringend saniert werden! Trotz der geringen Unterstützung der öffentlichen Hand zur Rettung dieses Hauses und der Ablehnung der Wohnbauförderung geben wir nicht auf! 

Generalsanierung und Aufstockung um ein 4. Obergeschoß

Auf 1.000 m² Nutzfläche entstehen dringend benötigter Wohnraum, Küchen, Büros und Gemeinschaftsräume für unsere Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen. Die Kosten für die dringend notwendige Sanierung betragen insgesamt 1,8 Millionen Euro.

Baustart: Jänner 2018, Dauer: 12 Monate, grundbücherliches Baurecht mit einer Laufzeit von weiteren 40 Jahren.

Der Anfang ist gemacht - Mit der Kraft humanitären Engagements

In nur 2,5 Jahren konnte der Verein Eigenmittel in der Höhe von rund 700.000 Euro aufstellen, durch eine Fülle an kreativen Ideen, Benefizveranstaltungen sowie Sach- und Geldspenden. Unter anderem wurden 47 neue Fenster und eine neue Heizung gespendet. Die Sanierung hat bereits begonnen!  

Videos zum Projekt:

Endspurt: noch 150.000 € an alternativen Darlehen benötigt! 

Es geht weiter! Helfen Sie, wo es am nötigsten ist. Ihr Geld wird gut investiert.

Bereits 43 Personen haben uns im vergangenen Jahr mit einem nachrangigen Darlehen unterstützt. 

Schenken auch Sie uns Ihr Vertrauen und unserem Haus der Menschenrechte eine Zukunft. Werden Sie Darlehensgeber*in! Sie bestimmen Höhe, Laufzeit und Verzinsung Ihres Darlehens. Was wir bieten können, ist die Gewissheit, dass Ihr Geld für einen sozialen Zweck statt für eine Bank „arbeitet“. 

 

Wählen Sie Ihr Darlehensmodell:

  • Laufzeit: frei wählbar à 5, 10, 15 oder 20 Jahre (Wunschlaufzeit wird nach der Investition bekannt gegeben, bitte am besten per Mail info@gemeinwohlprojekte.at)
  • Höhe der Einlage: 1.000 bis 5.000 €, bzw. ist auch ein höherer Betrag möglich, wenn Sie höchstens 10% Ihres Finanzanlagevermögens investieren (bitte unter info@gemeinwohlprojekte.at Rücksprache halten).
  • Art der Vergütung: frei wählbar, zwischen 0-3% jährliche Verzinsung in Form einer Überweisung auf Ihr Konto.
  • Berechnung: Die Berechnung der Zinsen beginnt mit dem Tag des Einlangens des Betrages auf dem Konto von SOS-Menschenrechte (nach erfolgreicher Crowdfunding Finanzierung) bis zum darauffolgenden 31.12. anteilsmäßig, danach kalenderjahrmäßig zum 31.12.
  • Art des Darlehens: „qualifiziert nachrangiges Darlehen“: Nachrangdarlehen sind Darlehen, die im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Projektes erst nach allen nicht-nachrangigen Gläubiger*innen bedient werden. Diese Nachrangigkeit ist vom Gesetzgeber für alternative Finanzierungsformen vorgeschrieben, da die Direktkredite sonst als Bankgeschäft gelten würden. Bitte beachten Sie die weiteren Informationen mit den Details, insbesondere das „Informationsblatt für AnlegerInnen“.

Rückzahlung der Darlehen:

Grundsätzlich werden die Darlehen aus den laufenden Einnahmen zurückbezahlt. Zu den Einnahmen zählen vor allem Tagsätze durch die Grundversorgung von Aslywerber*innen sowie Mitgliedsbeiträge. In den Tagsätzen ist eine Abgeltung für Mietkosten enthalten, die einen Hauptteil dieser Rückzahlungsraten ausmachen. Da wir in der Rudolfstraße 64 keine Mietkosten zahlen müssen und Baurechtsnehmer auf weitere 40 Jahre sind (im Grundbuch verankert), können wir dieses Geld für die Rückzahlung der Darlehen verwenden. Soweit diese Bestandteile aus den Tagsätzen nicht ausreichen, werden die Unterstützungen durch Spenden auch dafür verwendet, ein Haus der Menschenrechte in dieser Form zu ermöglichen.

Finanzierungsstruktur:

Um eine realistische Finanzierungsstruktur für die bevorstehende Sanierung aufzubauen, konnte der Verein in den Jahren 2015 bis 2017 bereits Rücklagen für die Sanierung in der Höhe von 700.000 EUR bilden. Jedoch ist auch in den kommenden Jahren weiterhin ein intensives Fundraising notwendig, um die Ablehnung der Wohnbauförderung abzufedern. Die Bausteinaktion „Dach über dem Kopf“ wurde somit bis Mitte 2019 verlängert. Weiters wurde im Jahr 2017 ein Crowdfunding-Projekt („qualifizierte Nachrangdarlehen“) beschlossen und gestartet. Am 10.8.2017 wurde durch den Rechtsanwalt Dr. Georg M. Steininger die positive Prüfung der Informationspflichten nach §4 Abs.1 des Alternativfinanzierungsgesetzes bestätigt. Bereits 43 Personen haben seitdem den Verein mit einem nachrangigen Darlehen unterstützt.

Im Baurechtsvertrag ist zudem vereinbart, dass die Investition - somit auch die Generalsanierung - von dem Grundstückseigentümer, nämlich dem Magistrat Linz, zum Zeitwert abgelöst werden muss. Sollte also SOS-Menschenrechte in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen und den Betrieb einstellen müssen, können mit dieser Investitionsablöse offene Forderungen beglichen werden.

Neben Spenden, einem bereits genehmigtem Bankkredit (Höhe:  600.000 € + 100.000 € Kontokorrentrahmen am Girokonto, Laufzeit 25 Jahre) und den nachrangigen Darlehen ist die Finanzierungsstruktur somit als solide zu bezeichnen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 150.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Benötigte Mittel von Crowdfunding für Gemeinwohl
    € 150.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 3.000,-
  • Zielbudget
    € 153.000,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 30.000,-
  • Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 120.000,-
  • Teilbetrag B (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen)
    € 30.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    31.01.2019
  • Projektrisiken
  • Budgetplanung
    In Summe werden für die Sanierung 1,8 Mio Euro benötigt:
    - Eigenmittel: 700.000 Euro
    - Bankkredit: 600.000 Euro
    - Darlehen gesamt: 500.000 Euro

Dateien

Links & Downloads

Galerie

video
video
video

News

Zugeordnete Themen