Projekt-ID: 89

FreuRaum

Projekteinreicher*in: Anja Haider-Wallner
eingereicht am: 05.12.2018
Budget: € 21.700,-
Finanzierungsfrist: 19.02.2019
Finanzierungsschwelle: € 7.000
Projektart: Gegenleistung
Land/Bundesland: Österreich/Burgenland
Themenkreis: Sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen

Allgemein

Projektadresse

Fanny Elßler Straße 3
7000 Eisenstadt

Die Genossenschaft ist derzeit noch an der Adresse der Obfrau gemeldet. Mit dem endgültigen Mietervertrag wird der Sitz jedoch am Geschäftslokal im Herzen von Eisenstadt sein.
  • Start Projektumsetzung: 01.11.2018
  • Ende Projektumsetzung: 30.04.2019

Projektbeschreibung kurz

Wir sind Freuraum! Wir sind Herz, Kopf und Bauch einer regionalen Bewegung die überregional denkt. Wir schaffen Räume für Begegnung, Genuss und Gespräch, Kunst und Kultur, Talente und Teilhabe, alte Möbel und neue Denkungsarten.

 Wir wollen Veränderung sehen, wir wollen zu Veränderung anregen, wir wollen Veränderung ermöglichen, wir wollen Veränderung sein. Und: Wir wollen Verantwortung übernehmen und mehr vom Guten nahebringen!

 All diese Wünsche haben wir mit vielen Ideen, Engagement und Freude zusammengefügt und ihnen einen Namen gegeben: Freuraum!

  • Freuraum ist Begegnungsraum, Lokal, Laden, Erlebnisraum, Veranstaltungsraum, Verantwortungsraum, offener Raum.
  • Freuraum ist neu in Eisenstadt. Das Freuraum-Team will transparent sein: Für Produzenten, Lieferanten, Kunden, Besucher, für Interessierte.
  • Der Freuraum in Eisenstadt bietet Menschen die Gelegenheit, Freude am verantwortungsvollen Genießen zu erleben. Wir wollen Tradition, Bekanntes und Neues vereinen und offen sein für Angebot und Nachfrage.

Nachweis Projektabschluss

Das Geld aus dem Crowdfunding soll die Ausstattung von Küche, Laden und Lokal mit-ermöglichen. Ebenso den Einbau eines barrierefreien WCs.

Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den von Crowdfunding für Gemeinwohl erhaltenen Mitteln bezahlt wurden, sowie Gesamtabrechnung, Fotodokumentation und Online-Abschlussbericht.

Doch am besten ist, sich vor Ort ein Bild zu machen!

Details

„Freuraum. Mehr vom Guten“ – Einkaufen, Essen, in Gemeinschaft sein. Drei Hauptaspekte, die Freuraum beschreiben.

Im Laden findet man saisonale und biologische Waren und Erzeugnisse der lokalen und regionalen Bäuerinnen und Bauern sowie Handwerkliches in zu mietenden Facherln. Im daran angeschlossenen Restaurant und Cafe, verköstigt man sich mit frisch gekochten, biologischen Speisen und in den Gemeinschaftsräumlichkeiten finden Kurse, Seminare, Vorträge, Workshops und andere gemeinschaftliche Aktivitäten statt.

„Freuraum. Mehr vom Guten“ heißt konkret:

  • mehr regionale Produkte durch ein attraktives Nahversorgungskonzept in Innenstadtlage
  • mehr hochwertige, regionale und biologische Speisenangebote in der Gastronomie
  • mehr Gemeinschaftsangebote, die die Gesundheit und das Sozialleben positiv beeinflussen
  • Re-Use und Reparatur für Ressourcenschonung
  • Mehr Chancen für Menschen

 

Ausgangslage

Die Nachfrage nach Nahversorgungseinrichtungen mit regionalen, biologischen und saisonalen Produkten, am besten direkt vom Bauernhof, ist im Steigen begriffen.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger möchten sich gerne mit qualitativ hochwertigen Produkten versorgen, finden oftmals aber keine geeigneten Einkaufsmöglichkeiten.

Geeignete Versorgungseinrichtungen in Innenstadtlage sind spärlich besetzt und bieten oftmals keine durchgängigen Einkaufsmöglichkeiten. Nebenher scheitert es oftmals an Verfügbarkeiten, einer einseitigen Produktpalette oder unzureichenden Parkmöglichkeiten.

Neben einer abnehmenden innerstädtischen Nahversorgung, finden wir uns vor dem Problem wieder, nur wenige Gastronomiebetriebe vorzufinden, die bei Ihrer Speisenauswahl vorwiegend auf biologische oder naturnahe Qualität und Regionalität setzen und vegetarische und vegane Alternativen zu einem leistbaren Preis anbieten.

Hier birgt sich ein großes Potenzial, um einerseits den Ortskern zu beleben und EinwohnerInnen eine tägliche Nahversorgung mit hochwertigen Biolebensmitteln direkt vom Bauernhof zu bieten.

Ressourcen werden im Übermaß verbraucht und die Müllberge wachsen.

Menschen leben in insolierten sozialen Gruppen – Begegnung und Austausch werden immer schwieriger.

 

Aktionsfelder und Maßnahmen

Mit „Freuraum“ schaffen wir zusätzliche Angebote regionaler Bioprodukte am Markt. Einerseits durch den Verkauf im Laden als auch bei der vegetarischen und veganen Speisenauswahl beim täglichen Mittagstisch, welcher an regional verfügbaren Produkten orientiert sein wird Das Prinzip der kurzen (Versorgungs-) Wege sowie der schonende Einsatz von Ressourcen soll beachtet werden (kein Verschwenden von Verpackungsmaterial, kein Wegwerfen von Lebensmitteln, …). Geplant ist überdies eine Zustellung per Lastenfahrrad in der näheren Umgebung. Gelegentlich kommt Fleisch auf die Karte. Mit direktem Bezug zur Herkunft und zu besonderen Anlässen.

Der Laden soll vor allem Produkte aus dem regionalen Umfeld anbieten. Es wird Bauern und Bäuerinnen sowie HandwerkerInnen die Möglichkeit gegeben, Ihre Produkte in gemieteten Facherln zu präsentieren. Dadurch soll der Kontakt zwischen ProduzentInnen und KundInnen belebt werden. Dies bedeutet einen neuen Vertriebsweg und vermehrte Präsenz ihrer Produkte, sowohl im Laden als auch auf der Speisekarte.

Mit Informationsangeboten und -veranstaltungen, wie Verkostungen und Kochworkshops, steigern wir das Bewusstsein für regionale Lebensmittel.

Das Angebot sichert die tägliche Nahversorgung durch die ganztägige Verfügbarkeit und bietet überdies soziale und gesundheitliche Aspekte, durch angeschlossene Veranstaltungsräumlichkeiten mit Vorträgen, Workshops und vielseitigen Gemeinschaftsangeboten.

Generationsenübergreifend: die Räumlichkeiten werden so ausgestattet, dass Eltern mit Kindern sich wohlfühlen können und die Kinder Entfaltungsraum und Pickler Materialien zur Verfügung haben. Mehrmals wöchentlich finden Demenz-Cafés statt, wo ältere Menschen ihre Fähigkeiten stärken und soziale Kontakte pflegen können. Regelmäßig soll Freuraum auch für Jugendliche mietfrei geöffnet werden, die ein eigenes Programm erstellen wollen.

Kulturverständigend: Menschen mit Fluchthintergrund finden bei Freuraum Arbeit und die Möglichkeit, im Reparaturcafé im Tun Menschen kennen und die Sprache zu lernen. Lesungen und Kochkurse runden das Programm ab.

Ressourcensparend: Das Geschäftslokal wird mit charmantem Trödel und Up-Cycling Möbeln ausgestattet, die auch erworben werden können. In der angeschlossenen Reparaturwerkstatt arbeiten Menschen mit Fluchthintergrund und Jugendliche in Ausbildungsmaßnahmen zusammen. Mehrmals im Monat findet ein Reparatur Café statt

Chancengebend: Menschen mit Fluchthintergrund und Jugendliche können in allen Geschäftsbereichen Praxis sammeln und werden auf den Weg in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

 

Gegenleistungen

Bei den FreuPaketen S und M kann gewählt werden, ob man einen Gutschein vor Ort im GenussRaum für Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen einlösen möchte oder ein Paket mit regionalen Köstlichkeiten zugeschickt bekommen möchte!

FreuPaket S: Ein Gutschein GenussRaum im Wert von 20 Euro. Da gibt es Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Regional, saisonal, vollwertig. Oder ein FreuPaket mit regionalen Köstlichkeiten wie Keksen, Marmeladen, Chutneys…. Im selben Wert. Per Post zugeschickt in Österreich.

FreuPaket M: Ein Gutschein GenussRaum im Wert von 50 Euro Da gibt es Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Regional, saisonal, vollwertig. Oder ein FreuPaket mit regionalen Köstlichkeiten wie Keksen, Marmeladen, Chutneys…. Im selben Wert. Per Post zugeschickt in Österreich.

FreuPaket L: Inkl. der Teilnahme an einer Veranstaltung nach Wahl also z.B. einer monatlichen Buchpräsentation, Musik- oder Tanzveranstaltung im Wert von 25 Euro inklusive kleinem Buffet plus einem Gutschein im Wert von 50 Euro für den GenussRaum Da gibt es Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Regional, saisonal, vollwertig

FreuPaket XL: Am 7.3.2019 liest Josef Hader Farkas und Waldbrunn, dazu gibt es ein 3 gängiges Menü sowie 40 Euro Gutschein für den GenussRaum. Da gibt es Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Regional, saisonal, vollwertig.

 

 

Projektteam

Im 5-köpfigen Kernteam bündeln sich langjährige Expertise und Erfahrung. Unternehmerinnen, Exertinnen und Kursleiterinnen schließen sich hier zusammen.

Das Team: Anja Haider Wallner, Petra Hader, Brigitte Weber, Birgit Prohaska, Robert Suchanek.

 

Finanzierung

FreuRaum ist als Genossenschaft organisiert, bei der Genossenschaftsanteile von je € 250,-- zu erwerben sind. Zusätzlich zu den Genossenschaftsanteilen, soll es eine Crowdfunding Aktion geben, bei der auch kleinere Geldbeträge eingesetzt werden können.

Eine Leaderförderung für 40% der Investitionskosten wird eingereicht.

Nach der Projektlaufzeit von max. 3 Jahren soll sich der Betrieb von Laden, Restaurant und Veranstaltungsräumlichkeiten selbst finanzieren und von Fördermitteln unabhängig sein.

Es wird mit einer Anstellung von bis zu 4 Vollzeitäquivalenten gerechnet. Beschäftigt sollen vorrangig Frauen 50+, arbeitslose Jugendliche und Menschen mit Fluchthintergrund. Geplant ist, laufend einer Person eine Lehrausbildung zu ermöglichen.

Budget

  • Gesamtbudget
    € 86.000,-
  • - Eigenmittel
    € 66.000,-
  • Benötigte Mittel von Crowdfunding für Gemeinwohl
    € 20.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.700,-
  • Zielbudget
    € 21.700,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 7.000,-
  • Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 16.000,-
  • Teilbetrag B (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen)
    € 4.000,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    14.05.2019
  • Projektrisiken
    Kritischer Pfad
    1. Wenn sich zuwenige Genossenschafts-Mitglieder finden, wird über die weiteren Aktivitäten neu zu entscheiden sein.

    2. Wenn für das Geschäftlokal keine Anlagengenehmigung erteilt wird, muss ein neues Lokal gesucht werden

    3. Wenn keine Förderung bewilligt werden, sind die Investitionen und Personalkosten zu überdenken

    4. Wenn die KundInnen ausbleiben, muss über eine Neuausrichtung entschieden werden oder das Projekt zeitnah beendet werden.
  • Budgetplanung
    Unser Ziel ist, die Investitionen in Laden, Küche und barrierefreie Infrastruktur möglichst ohne Fremdfinanzierung und insgesamt mit wenig Rückzahlungsverpflichtungen aufzusetzen, damit diese den Betrieb des Social Business möglichst wenig belasten.

    170.000 Euro werden lt. Plan für die Investitionen benötigt. 30.000 Euro wollen wir über Genossenschaftseinlagen aufstellen (Stand: 5.12.: 23.500). Zusätzlich erwarten wir eine Förderung in der Höhe von 47.000 Euro. Über den offenen Betrag sind wir in Verhandlung mit diversen öffentlichen Stellen. Nur im äußersten Notfall wollen wir einen Bankkredit aufnehmen. Auch hier führen wir bereits Gespräche, um vorbereitet zu sein.

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