Projekt-ID: 64

Schuhe wie Barfuß

Projekteinreicher*in: Bruno Kühne
eingereicht am: 03.07.2018
Budget: € 23.840,-
Finanzierungsfrist: 30.10.2018
Finanzierungsschwelle: € 9.500
Projektart: Gegenleistung
Land/Bundesland: Österreich/Vorarlberg
Themenkreis: Sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen

Allgemein

Projektadresse

Gemeindegutstraße 2a
6800 Feldkirch

Firmenstandort ist in Feldkirch, Vorarlberg. Neuer Standort für die Zweigniederlassung in 88131 Lindau ist der Lindaupark, Kemptenerstraße 1.
  • Start Projektumsetzung: 15.01.2018
  • Ende Projektumsetzung: 30.10.2018

Projektbeschreibung kurz

Neben den bestehenden Schuhgeschäften mit der Nischenausrichtung auf Barfuß-Schuhe (Schuhe mit einer dünnen, flexiblen Sohle für ein Gehverhalten wie barfuß) in der Feldkircher Innenstadt, sowie der Zweigniederlassung in Dornbirn, soll aufgrund der bisherigen Erfahrungen eine zusätzliche Filiale in Lindau eröffnet werden. Das bestehende Geschäft in Feldkirch und Dornbirn sowie der Onlinehandel werden wie gehabt weitergeführt. Synergien im Onlinebereich sowie bei der Vorratshaltung der Handelsware werden optimal genutzt. Die Optionserweiterung im Zulieferbereich wirkt sich positiv auf die Liefergeschwindigkeit und Verfügbarkeit der Handelsware aus. Der Direktverkauf an ausgesuchte Zielgruppen, wie beispielsweise blinde und sehbehinderte Personen, zu denen aufgrund persönlichen Betroffen-seins langjähriger, intensiver Kontakt besteht, wird ausgebaut.


Nachweis Projektabschluss

Rechnungskopien zu den Ausgaben, die mit den von Crowdfunding für Gemeinwohl erhaltenen Mitteln bezahlt wurden, sowie Gesamtabrechnung, Fotodokumentation und Online-Abschlussbericht.

Details

Die Idee

Neben dem bestehenden Schuhgeschäft in der Feldkircher Innenstadt mit der Nischenausrichtung auf Barfuß-Schuhe sowie der Zweigniederlassung in Dornbirn, soll aufgrund der bisherigen Erfahrungen eine zusätzliche Filiale in Lindau (D) eröffnet werden. Das bestehende Geschäft in Feldkirch und Dornbirn sowie der Onlinehandel auf www.schuhewiebarfuss.at werden wie gehabt weitergeführt. Synergien im Onlinebereich sowie bei der Vorratshaltung der Handelsware werden optimal genutzt. Die Optionserweiterung im Zulieferbereich wirkt sich positiv auf die Liefergeschwindigkeit und Verfügbarkeit der Handelsware aus. Direktverkauf an ausgesuchte Zielgruppen wie beispielsweise blinde und sehbehinderte Personen, zu denen langjähriger, intensiver Kontakt besteht, wird ausgebaut.

Das Unternehmen "Schuhe wie Barfuß"

Ich, Bruno Kühne, bin seit 1996 bereits im IT-Sektor selbständig. Dort betreue ich u. a. mehrere Unternehmen EDV-technisch und vertreibe elektronische Blindenhilfsmittel (vom Computer über Braillezeilen bis zu Sprachausgaben und Navigationshilfen). Da ich selbst seit Geburt blind bin, bin ich mit anderen Blinden und Sehbehinderten in intensivem Kontakt und kenne deren Bedürfnisse. Gleichzeitig können ausgezeichnet Symbiosen im Rahmen meiner bisherigen Tätigkeit genutzt werden. Die Vermarktung erfolgt neben den Verkaufsgeschäften u. a. über den Marktführer für Blindenhilfsmittel (Videbis), mit dem bereits eine langjährige, intensive Zusammenarbeit besteht. Weiters kann ich auf ein großes Netzwerk von Kooperationspartnern und Geschäftsfreunden zurückgreifen, welches ich mir in den vergangenen Jahren aufgebaut habe. In Feldkirch sind neben mir aktuell zwei Verkäuferinnen beschäftigt. In Dornbirn sind zwei Personen im Verkauf (1 Vollzeitäquivalent) angestellt. Für Lindau sind aufgrund der Öffnungszeiten im Lindaupark 1,5 VZÄ erforderlich.

Produktbeschreibung - Was sind Barfußschuhe?

Das Produkt ist "der" Barfußschuh. Die Marke "VIVOBAREFOOT" wurde 2004 nach 5 Jahren Forschung und Entwicklung - angetrieben durch praktische Erfahrungen und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Schuhexperten - auf den Markt gebracht. Der erste Barfußschuh mit einer patentierten, ultra-dünnen aber durchstoßfesten Sohle. Diese wurde konzipiert um die Stimulation der Propriozeption zu unterstützen und sowohl maximales sensorisches Feedback und gleichzeitig sicheren Schutz zu bieten. VIVOBAREFOOT produziert Schuhe nachhaltig, aus recycelten, lokalen Materialien, mit effizienten und umweltfreundlichen Produktionstechniken, in Fabriken, die von unabhängigen Stellen überwacht sind. VIVOBAREFOOT verwendet so wenige Bestandteile wie möglich und bevorzugt Nähen und Vulkanisieren anstatt Kleben. Verschiedene Obermaterialien wie Leder und Mesh (auch für Veganer*innen geeignet) bieten ein entsprechendes Produkt. Eine Vielfalt an Modellen für unterschiedlichste Anwendungen (Alltag, Büro, Freizeit, Sport - Laufen, Wandern, Tennis, Golf) sowie diverse Farb- und Designvarianten bieten zwischenzeitlich eine breite Auswahl und passende Modelle für fast jeden Anwendungsbereich. Aktuell sind neben Vivobarefoot noch weitere Marken ins Sortiment aufgenommen, um zusätzliche Anspruchsgruppen bedienen zu können und das Ziel zu erreichen, als "DAS" Fachgeschäft für Barfußschuhe wahrgenommen zu werden.

Was ist der Nutzen von Barfußschuhen?

  • Barfußschuhe sind funktionelle Schuhe, die es ermöglichen, fast wie barfuß zu laufen und trotzdem mit sicherem Schutz vor Verletzung (Schutz vor anstoßen, eintreten von spitzen Gegenständen etc.) zur Sicherheit beitragen.
  • Durch Barfußschuhe erfolgt eine Stärkung des eigenen Muskel- und Skelettsystems.
  • Barfußgehen kräftigt die Fußmuskulatur und verringert das Risiko von Fußschäden wie Senk-, Spreiz- oder Plattfüßen.
  • Laufen mit Barfußschuhen hat eine positive Wirkung auf die Gelenke (Fuss-, Knie- und Hüftgelenk sowie den gesamten Stützapparat) durch verändertes Auftreten (flache Sohle, keine Zusatzdämpfung) und körpereigene Dämpfung.
  • Durch Barfußschuhe besteht ein deutlich verringertes Verletzungsrisiko (umknicken)
  • Weitere positive Auswirkungen der Barfußschuhe auf die Gesundheit sind: gesteigerte Durchblutung, gestärkter Kreislauf, Unterstützung des Blutrückflusses (Venenstärkung)
  • Barfußschuhe gibt es fast für alle Anwendungen. Vom Badeschuh bis zum Bergschuh, vom Sportschuh bis zum Businessschuh und natürlich auch für Kinder.
  • Barfuß Training führt automatisch zum Vorfußlauf, dieser entlastet die Gelenke und das Risiko typischer Laufbeschwerden wird reduziert.

Wozu Crowdfunding?

Um den nächsten Schritt des Aufbaus eines dritten Standpunkts in Lindau umzusetzen, wird noch zusätzliches Kapital, vorrangig für die Geschäftsausstattung, benötigt. Eine Auflistung der einzelnen noch offenen Positionen befindet sich im Bereich "Budget". 

Als Gegenleistungen gibt es neben "Schuhe wie Barfuß"-Gutscheinen in unterschiedlichen Höhen inkl. eines Aufschlags u.a. auch die Möglichkeit, mein Know How zu nutzen - ich biete an, den eigenen Online-Auftritt auf Barrierefreiheit zu überprüfen und stehe mit Rat und Tat zur Seite. 

Sämtliche erworbenen Gutscheine sind sowohl in den Geschäften, wie auch online einlösbar. Die Gutscheine eignen sich dadurch auch ideal als Geschenk für Familie, liebe Freunde und Bekannte, von denen man weiß, dass sie bereits Barfußschuhträger*innen sind. 

Gemeinwohlaspekte des Unternehmens

Die Beschäftigung beeinträchtigter Personen ist eine sehr wichtige Integrationsmaßnahme, die gerade bei blinden und sehbehinderten Menschen recht schwierig ist, da der Sehsinn jener Sinn ist, der mit Abstand ammeisten Informationen liefert/bereitstellt. Die verfügbaren und besetzbaren Arbeitsstellen sind daher sehr rar und oftmals sehr eingeschränkt und „einfach“. Direkter Kundenkontakt und eigenverantwortliches Arbeiten sind nur in sehr wenigen Fällen möglich. Die hier geplanten Stellen sollen – und das ist wirklich nur sehr selten zu finden – qualifizierte, attraktive und herausfordernde Tätigkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen zur Verfügung stellen. Unser Hauptlieferant bekennt sich klar zu Nachhaltigkeit und ethischen Grundsätzen. 

Details dazu finden Sie gerne unter nachfolgenden Links direkt bei Vivobarefoot:

www.vivobarefoot.at/index.php

www.vivobarefoot.at/index.php

Aufgrund meiner eigenen Blindheit, bin ich auf die Unterstützung und Mitbestimmung meiner Mitarbeiter*innen angewiesen. Alleine Aspekte wie Farbe, Farbkombinationen, Design etc. kann ich ohne meine Mitarbeiter*innen nicht adäquat bewerkstelligen. Der optische Eindruck, das Erscheinungsbild des Ladengeschäftes, Sauberkeit, Ordnung etc. sind weitere Punkte, die ich nur gemeinsam mit meinen Angestellten bewältigen kann. Weiters bestimmen die Verkäufer*innen in erheblichem Maße mit, welche Schuhe und Accessoires verkaufbar sind und kennen die Wünsche und Anforderungen der Kund*innen. Das Warenwirtschaftssystem, welches auch das Kassaprogramm umfasst, ist für alle Mitarbeitenden einsehbar. Damit ist der Geschäftsverlauf transparent und offen nachvollziehbar. Außertourliche Aktionen (Verkauf bei Vereinen, Messen etc.) werden gemeinschaftlich geplant, organisiert und durchgeführt.  

Budget

  • Gesamtbudget
    € 22.000,-
  • - Eigenmittel
    € 0,-
  • Benötigte Mittel von Crowdfunding für Gemeinwohl
    € 22.000,-
  • + Abwicklungsgebühr
    € 1.840,-
  • Zielbudget
    € 23.840,-
  • Finanzierungsschwelle
    € 9.500,-
  • Teilbetrag A (wird bei erfolgreicher Finanzierung überwiesen)
    € 17.600,-
  • Teilbetrag B (wird nach Erhalt des vollständigen Projektabschlussberichtes überwiesen)
    € 4.400,-
  • Abgabedatum Abschlussbericht
    13.11.2018
  • Projektrisiken
  • Budgetplanung
    Für die Eröffnung des Verkaufsgeschäftes in Lindau sowie den Direktverkaufsaufbau sind folgende Kosten veranschlagt:

    Lagerregale inkl. Beschriftungssystem für Blinde: 5.000 Euro
    Präsentationsregale im Geschäftslokal: 12.000 Euro
    Verkaufstheke und Beleuchtung: 2.500 Euro
    Teststrecke (verschiedene Untergründe zum Schuhtest): 500 Euro
    Computeranlage: 2.000 Euro

    Gesamtkosten: 22.000 Euro

    Für den Fundingschwellenwert von 9500 Euro werden die Lagerregale, die Verkaufstheke und die Computeranlage angeschafft, der Rest bis zum Fundinglimit fließt dann in die Präsentationsregale und die Teststrecke. Es wird natürlich auch versucht, in den bereits laufenden Verhandlungen die einzelnen Positionen der Geschäftsausstattung günstiger zu erhalten. Etwaige dadurch freiwerdende Mittel werden für den ersten Handelswareneinsatz verwendet.

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